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Google erwägt einen neuen Ansatz...
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Wolkenbruch bei Amazon: Datenverlust in der Cloud
Die Panne des Cloud-Service Amazon EC2 hat schwerwiegende Folgen. Beim Crash des Angebots vergangene Woche ging eine unbekannte Anzahl an Daten unwiederbringlich verloren. Das geht aus einer von Amazon an betroffene Kunden verschickten Mail hervor, welche das US-Magazin Business Insider veröffentlichte. Amazon räumt darin ein, Versuche zur manuellen Wiederherstellung der Kundendaten seien gescheitert.
Google I/O: App Engine unterstützt Go
Google hat auf der derzeit in San Francisco tagenden Entwicklerkonferenz I/O die Version 1.5 der Cloud-Plattform App Engine veröffentlicht. Nach Python und Java, die seit 2008 beziehungsweise 2009 unterstützt werden, können nun auch mit Googles Ende 2009 vorgestellter Programmiersprache Go geschriebene Programme als Platform as a Service (PaaS) laufen. Die Go-Unterstützung bezeichnet Google als "experimentell". Sie könnte für Entwickler geeignet sein, die rechenintensive Programme schreiben müssen und deshalb auf die statisch typisierte Sprache zurückgreifen, die in nativen Code übersetzt wird. Das zugehörige SDK ist ab sofort verfügbar, Deployment-Funktionen sollen in Kürze bereitstehen. Für Interessierte hat Google eine Registrierungs-Webseite eingerichtet.
Ebenfalls neu ist, dass nun auch lang laufende Prozesse und solche mit hohem Speicheraufkommen unterstützt werden. Durch sogenannte Backends sollen laut Ankündigung auch große Java- und Python-Applikationen auf der App Engine laufen können. Das können beispielsweise Programme zum Erzeugen von Berichten oder spezialisierte Suchmaschinen sein. Bis dato liefen Programme auf der App Engine nur in kurzlebigen Instanzen; dass eignete sich vor allem für Webanwendungen, deren Inhalte je nach Verwendung skaliert werden konnten.
Die App Engine enthält als Ergänzung zu Task Queues sogenannte Pull Queues, mit denen sich Tasks überwachen und via neuer REST-Programmierschnittstellen (Representational State Transfer) Arbeitsergebnisse verteilen lassen. Letzteres sieht Google als Bekenntnis zu einer offenen Entwicklungsplattform, die kompatibel mit anderen On-premise- oder Cloud-Services ist.
Monatlich nutzten mehr als 100.000 Entwickler die App Engine, heißt es in der Ankündigung. In Googles Cloud befinden sich derzeit über 200.000 aktiv betriebene Apps, die für täglich 1,5 Millionen Seitenaufrufe sorgen. Der Internet-Konzern plant nun, im Laufe dieses Jahres den Status seines Cloud-Angebots zu einem "offiziellen" Google-Projekt aufzuwerten. Zurzeit hat der Service Preview-Status.
In der Folge soll sich das Preismodell ändern, auch wird Google neue Service Level Agreements (SLAs) und Servicerichtlinien einführen, die eine Verfügbarkeit von 99,95 Prozent und längere Wartungszyklen garantieren. Vermutlich wird es weiterhin möglich sein, kostenlose Apps bereitzustellen, allerdings zu restriktiveren Bedingungen. Kommerzielle Anwendungen sollen 9 US-Dollar pro Monat zusätzlich der Benutzungsgebühren kosten. Zudem soll das Abrechnungsmodell verändert werden: Zukünftig werden Instanz- statt der bisherigen CPU-Stunden in Rechnung gestellt. Google verlangt pro Instanz und Stunde zwischen 5 und 8 US-Cent. Weitere Modalitäten zu anderen Nutzungsmodellen finden Interessierte auf der Webseite "App Engine Pricing".
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